Da war nichts zu holen

Ein auch aus Herpfer Sicht verdienter Sieg der Hausherren wird aus Ohrdruf vermeldet. „Es war eine Kopie des Spiels in Bad Salzungen. Während wir es daheim zur Zeit ordentlich auf die Reihe bringen, agieren wir auswärts einfach zu passiv. Zwei Torchancen in einem Spiel sind einfach zu wenig. Gegenüber den Heimspielen sind wir in der Fremde zur Zeit nicht wieder zu erkennen“, fasste Daniel Blümke, der Vorsitzende des Herpfer SV 07, das Geschehen vom Sonntagnachmittag wohl treffend zusammen.


Die Gäste begannen erneut mit einer Dreierkette, doch diese wurde von den Gastgebern oftmals zu einfach überlaufen, da der HSV einfach nicht forsch genug gegen den Ball arbeitete. Hinzu kam, dass Oliver Nier bereits nach zehn Minuten ausgewechselt werden musste. Er hatte sich im Zweikampf mit dem gegnerischen Torwart verletzt. Ein ähnliches Schicksal ereilte Björn Göpfert, der allerdings bis zur Halbzeitpause durchhielt. Die Führung für den FSV fiel, als Wildies seinen Mitspieler Steven Reinhold herrlich in Szene setzte und der den ersten seiner drei Treffer an diesem Tag erzielte (26.). Danach stellte HSV-Trainer Mike Noack auf ein 4-4-2 um und es gelang den Gästen, das Geschehen zu beruhigen. Weitere Treffer markierte bis zur Pause keiner der Kontrahenten mehr. Herpf spielte sich eine gute Möglichkeit im ersten Abschnittheraus, doch die Eingabe des hervorragend in Szene gesetzten Lukas Fuchs war zu ungenau.

In der Halbzeit appellierte Noack an seine Mannen, doch endlich die Lethargie abzulegen, den Kampf anzunehmen und dem Gegner den eigenen Willen aufzuzwingen. Doch weder diese Predigt noch seine energischen Rufe von der Seitenlinie zeigten wirklich Erfolg. Bereits in der 51. Minute war es wiederum Reinhold, der eine Unstimmigkeit zwischen Zöller und Hamm zum zweiten Treffer nutzte. Tor Nummer drei fiel nach einer guten Stunde. Erneut war es Reinhold und es war zugleich eine Kopie seines ersten Treffers. Patrick Januszek sorgte für den Endstand, als die HSV-Deckung eine Situation nicht entscheidend klären konnte, das Leder ala Ping-Pong-Ball hin und her sprang, bis es der Schütze am Elfmeterpunkt aufnahm und noch den Keeper umkurvte.

An Schlussmann Erik Gerlich lag es an diesem Nachmittag ohnehin nicht. Im Gegenteil, mit mehreren guten Paraden verhinderte er eine höhere Niederlage seiner Herpfer. Diese erarbeiteten sich wiederum nur eine Chance nach dem Wechsel, doch der Flachschuss von Chris Hebstreit strich knapp links am Pfosten vorbei. So bleibt die bittere Erkenntnis, dass dieser Auftritt derzeit symptomatisch für den HSV auf des Gegners Platz ist. In diesem Falle klebte nicht einmal – wie früher so oft geschehen – das berühmte Pech an den Fersen der Gäste. Quelle: Meininger-Tageblatt

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