Viele Ausfälle machten sich bemerkbar

Ein Ostersonntag zum Vergessen für die Gastgeber, die zudem ihrem Trainer Mike Noack keine erfreuliche Kunde an die Geburtstagstafel senden konnten. Drei Eier legten die Gäste vom Inselberg ins Nest. Lediglich eines konnte Florian Hofmann in dem von Brotterode unterbringen.


Von Beginn an waren die Gäste gegen eine ersatzgeschwächte Heimelf die bessere Mannschaft. Mit ihrem Kurzpassspiel brachten sie die Herpfer immer wieder in Schwulitäten, bei denen an diesem Nachmittag nur wenig zusammen lief. Die Gastgeber waren bemüht, doch ihr Spielaufbau war zu langsam und zu fehlerhaft. Anfangs ging Brotterode im Strafraum noch die wirkliche Torgefahr ab oder Enrico Groß im HSV-Kasten war zur Stelle. Das änderte sich nach einer knappen halben Stunde. Da schnappte sich David Batelka das Leder hinter der Mittellinie, setzte zu einem Flügellauf über die linke Seite an, schwenkte nach innen und zog in Höhe der Strafraumgrenze aus zentraler Position unhaltbar ab (27.). In dieser Szene hatte die Herpfer Hintermannschaft ihren Keeper zum ersten Mal alleine gelassen, denn Batelka hatte bei seinem Solo vier Verteidiger ausgespielt ohne ernsthaft gestört zu werden. Ähnlich die Vorbereitung zum zweiten Treffer nur sieben Minuten später. In diesem Falle war es David Macko der über links nach vorne zog und rechtzeitig auf den mitgelaufenen Batelka nach innen passte. Der hatte sich hinter die erneut unaufmerksame Abwehr abgesetzt und konnte Groß quasi frei stehend überwinden. Der kam allerdings mit starkem Reflex noch an den Ball, konnte ihn aber nicht entscheidend ablenken. Sein Gegenüber Timo Schenk musste in den ersten 45 Minuten nur einmal eingreifen. Kurz vor dem Pausenpfiff war es Florian Hofmann, der ihn aus Nahdistanz prüfte, den Ball aber nicht voll traf. Das war zugleich der einzige gefährliche Schuss der Hausherren bis dahin. Ansonsten war der Gästekeeper Schenk zumeist beschäftigungslos.
 

Das änderte sich nach dem Wechsel etwas, doch nicht grundlegend entscheidend. Das Herpfer Trainerduo Kämmer und Nier brachten mit dem routinierten Tobias Hasenstab den nächsten Stammspieler aus der erfolgreichen zweiten Mannschaft. Begonnen hatten Kämmer, Heß und Rutschik, später kamen dann noch Grambs und Baumbach ebenfalls aus der Reserve, den es fehlten unter anderem Röll, Nier, Göpfert, Hamm, Fickel und Hebstreit. Mit diesen Personalien war die sicher stehende FVI-Deckung um Hodonsky, Dupke und Kesner trotz aller Bemühungen nur schwer zu knacken. Stefan Kämmer hatte nach dem Wechsel zwei gute Möglichkeiten, der Partie vielleicht doch noch eine Wende zu geben. Doch beim ersten Mal jagte er das Leder frei stehend aus neun Metern über den Kasten und in der zweiten Szene parierte Schenk hervorragend. In der Zwischenzeit musste sich allerdings auch Groß zweimal reaktionsschnell strecken. Alle Rackerei von Lukas Fuchs und Andreas Müller blieb unbelohnt, den Vondracek sorgte mit dem dritten Treffer für die Entscheidung (84.). In der achten Minute der Nachspielzeit betrieb Florian Hofmann lediglich noch etwas Ergebniskosmetik in einer Partie, welche die Gastgeber im Hinblick auf die anstehenden Partien so schnell wie möglich vergessen sollten, denn Kaltennordheim (Sieg über Bad Salzungen und Siebleben) rücken ihnen immer dichter auf den Pelz. Anzumerken bleibt noch die Ampelkarte gegen Patrick Groß (FVI, 87.) wegen wiederholten Foulspiels und die Tatsache, dass Jonas Rutschik und Florian Dupke nach einem unglücklichen Zusammenprall im Kampf um den Ball (55.) mit Kopfverletzungen ins Klinikum gebracht werden mussten. Beide konnten allerdings bereits wieder auf eigenen Füßen in den Krankenwagen steigen. Quelle: Meininger-Tageblatt
 

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